Der Weg von der Idee bis zur Realisierung

Lageplan um 1759 Als Grundlage für das aktuelle Konzept dienten zunächst die in den 1990er Jahren durch die Gemeinde Bellheim veranlassten Planungen des Architekturbüros Mohr-Neumeister und der statischen Begutachtung Bau Ing. Schwab. Leider wurde das Museum, trotz bereitgestellter finanzieller Mittel des Denkmalamtes nie realisiert. Bereits im Jahre 2007 gestand im "Historischen Arbeitskreis" des Kulturvereins Bellheim e.V. der feste Wille die vor dem Verfall stehenden Baulichkeiten des Deschler Sägewerkes Mittelmühle zu erhalten und als wassergetriebenes Industriemuseum der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der plötzliche Tod des damaligen Leiters des "Historischen Arbeitskreises und Ortsbürgermeisters, Dr. Hans Joachim Heinz, brachte alle Aktivitäten in dieser Richtung zunächst zum Stillstand. Im Januar 2008 ergriff der Leiter des "Historischen Arbeitskreises und Vorsitzender des Kulturvereins Bellheim e.V., Rainer Becki, dieses Projekt wieder auf und stellte dieses den in Bellheim politisch Verantwortlichen vor. Eine im Sommer 2008 zwischen Kulturverein Bellheim e.V. und der Gemeinde Bellheim geschlossene Nutzungsvereinbarung, diese wurde im Gemeinderat einstimmig verabschiedet, machte den Weg frei für das Nuseum Sägewerk Mittelmühle. Wie bereits bei den Planungen in den 1990er Jahren, damals wurde Die durchführung der Baumaßnahme in drei Abschnitten voneinander getrennt geplant, aufgegriffen, und 2010 mit dem ersten Bauabschnitt begonnen.

Inhaltliche Ziele
Die Lage des Objekts am Spiegelbach ist prädestiniert, die Wasserkraft des Spiegelbachs, wie sie über viele Generationen von Bellheimern genutzt wurde, anschaulich darzustellen. Mit der Nutzung als „Offenes Kulturdenkmal“ wird die historische Bedeutung des Areals für Bellheim erstmals herausgearbeitet und der Öffentlichkeit in kultur-historischem Zusammenhang präsentiert. Bereits heute ist das Interesse der Bevölkerung sehr groß. Dies wird auf Informationsveranstaltungen immer wieder deutlich.

Die Möglichkeit zum Erleben und Mitgestalten dieses Projektes bereits in der Aufbauphase ist Teil unserer Philosophie. Das Wissen der „Alten“ und der Tatendrang der „Jungen“ führten bereits bei den Bausicherungsmaßnahmen zu großen Fortschritten.
Deshalb wurde der erste Bauabschnitt mit dem Aufbau des alten Maschinenhauses begonnen, um sanitären Einrichtungen und einer großen „offenen“ Werkstatt Platz zu bieten. Das Interesse von Schulen an außerschulischen Lernorten wurde uns bereits mehrfach bestätigt. Erste Gespräche haben hier schon stattgefunden.

Mit folgenden Schwerpunkten wollen wir Generationsübergreifende Akzente setzen und als außerschulische Lernorte zur Verfügung stellen. Alle Bereich sind übergreifend.

    Altes Handwerk
  • Aufbau und Betrieb einer funktionierenden Werkstatt, in der junge Menschen unter Anleitung erfahrener und fachkundiger älterer Personen generationsübergreifend „altes Handwerk“ praktizieren und gleichzeitig historische Gegenstände restaurieren und so der Nachwelt erhalten.


  • Wassergetriebenes Industriedenkmal
  • Einbau eines Wasserrads. Aufbau und Betrieb als Bestandteil eines wassergetriebenen Industriedenkmals mit dem Ziel, transmissionsgetriebene Maschinen in Aktion zu zeigen und deren Funktion nachfolgenden Generationen zu verdeutlichen. Dazu gehören z. B.: Mahlgänge, Sägegatter und verschiedene Maschinen aus dem 19. Jahrhundert. Ebenso sollen die Aspekte moderner ökologischer Energieerzeugung mit Wasserkraft beleuchtet werden.


  • Die Queichlinien - Zeugen deutsch-französischer Geschichte in der Südpfalz
  • Das Bellheim über die wohl am besten erhaltenen Fragmente der ehemaligen Queichlinienbefestigung verfügt wissen nur wenige Interessierte. Das die Queichlinie, die unmittelbar an den Mittelmühgebäuden vorbei führte (heute zentral im Ort gelegen), und durch den 1. Pariser Friedensvertrag 1814, für kurze Zeit die Grenze zu Frankreich bildete weis kaum einer. Nicht zuletzt deshalb wollen wir für diesen Zeitraum der deutsch-französischen Geschichte an diesem historisch authentischen Ort ein Schaufenster schaffen. Eine Dauerausstellung mit wissenschaftlich fundierten Beiträgen und bereits vorhandenem Kartenmaterial werden den geschichtlichen Rahmen bilden.


  • Vom Korn zum Brot
  • Unter diesem Motto soll die Bedeutung der Landwirtschaft und die damit verbundenen Berufe - Bauer, Müller, Bäcker – den Wandel der Zeit veranschaulichen. Ein Mahlgang aus dem 19. Jahrhundert soll im alten Mühlentrakt wieder aufgebaut werden. Die vom Kulturverein gesicherten historischen Maschinen und Werkzeuge der ehemaligen Reichling-Bäckerei sollen in einem Backhaus ihren Platz finden.


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Chor MIXTUR   www.kulturverein-bellheim.de